Thüringer Wald-Tour der BiB Hamburg,                12. bis 15. Mai 2014

Thüringer - Wald - Tour der Biker in der Bundespolizei Hamburg, 12. bis 15. Mai 2014

 

Nur Regen? - Ein Start mit kleinen Schrecken...

 

Montag: Treffen zum Frühstück um 9 Uhr bei Rolf in Uelzen, Frühstück und dann los in den Thüringer Wald. Die Wettervorhersagen schwankten von Sonne bis Regen. Es gab.... Regen. Natürlich. Wenigstens trocknete man manchmal zwischen den Schauern, wenn die Sonne 'rauskam. Die Sozia von Florian entschied sehr kurzfristig, wetterbedingt lieber ein Service-Car zu fahren.

Der erste Schreck noch auf dem Weg zum Treffpunkt: Alex rutschte bei nasser Fahrbahn mit seiner GS650 in der Kurve weg und kam erst halb unter der Leitplanke zum Liegen. Zum Glück kein Gegenverkehr und außer einem verbogenen Bremshebel, Rückspiegel, Kratzern am Lack und zerschrammter Bekleidung keine ernsthaften Schäden oder Verletzungen. Der Regen schwemmte wenigstens die Modder wieder ab und Panzertape flickte die Regenkombi.

In Uelzen die nächste Nachricht: bei Erik hatte sich ein Deckel vom neuen Alu-Koffer auf der Autobahn selbständig gemacht. Nach Kaltverformung durch einen 40-Tonner wurde selbiger mittels Hammer und Panzertape wieder einigermaßen passend gemacht.

Durch die Verspätung konnte dafür mehr von Rolfs und Fraukes Frühstück verdrückt werden, trotzdem war noch Wegzehrung übrig. Danke Frauke!

Nu' aber los, immerhin fast 1 Stunde Verspätung... Nix mit Autobahn, schön "querfeldein", erste Pause Torfhaus, Harz. Die Anfahrt dort hoch: eine reine Freude!

Nach Ankunft der 13 Motorräder und einem Auto im "Chalet Sonnenhang" in Oberhof, kam zur Begrüßung die Sonne 'raus. Klasse Zimmer mit tollem Ausblick und hervorragende Restaurants am Ort. Diesem war anzuerkennen: die Wintersport(haupt)saison ist vorbei und einige Weihnachtsbeleuchtungen schien man vergessen oder schon wieder vorbereitet zu haben.

 

Der nächste Tag hielt, was die Anreise versprochen hatte.

Das lag aber nicht am Tourguide Rainer, der von den BiB St. Augustin eigens nach Uelzen angereist war, um den Flachländern die Wunder der Thüringischen Berge zu zeigen. Wetterbedingt musste man sich an die Grenzen der Reifen und des eigenen Könnens herantasten, was auch in einigen Verbremsern und kleineren Rutschern zu erkennen war.

Nach dem Mittag, in einer sehr bodenständigen lokalen Lokalität, u.a. mit "Papageienkuchen" für EUR 0,90 (!!) und Thüringer Brätl (nein, das ist kein Würstchen), hatte das Wetter vermehrt ein Einsehen. Der Regen war nicht unbedingt weniger, dafür wurden die sonnigen Abschnitte länger und wärmer. Nach diesem Tag wussten wir alle deutlich besser das Kurvenverhalten und Haftungs(nicht)vermögen der Reifen bei Nässe einzuschätzen.

Ein anstrengender Tag, der je nach Gusto mit Sauna, heißer Badewanne oder Dusche und in jedem Fall anschließend mit lokalen Spezialitäten (fest wie flüssig) beendet wurde.

 

Mittwoch: Sonne - klarer Himmel! Nicht, dass am Vortag gar keine Sonne da gewesen wäre... Heute war sie dominanter und das trotz massiver Wolkendrohkulissen. Rainer hat es hervorragend verstanden, dem Regen auszuweichen. Endlich Kurven kurvend ausfahren und genießen können. Das "Regentraining" von gestern zeigte Wirkung.

Zu Mittag (u.a. mit einem genialen Käsekuchen und Schwarzwälder Kirschtorte im Glas) ging Andreas das Grinsen (wegen der Kurven zum Pass) nicht mehr aus dem Gesicht. Da machte es auch nichts, dass seiner Eintopf-KTM beinahe das Nummerschild abvibriert hätte. Zwei Unterlegscheiben des örtlichen Schraubers, die anderenorts als Untertassen verwendet werden, hielten das Blech bis zum Ende zusammen.

Zur Kaffeezeit fanden wir endlich ein passendes Bratwurstbratgerät, mit Thüringer Rostbratwürsten. Endlich!

Mit neuen Regenwolken, zum Glück nur im Rückspiegel, ging es in Richtung Unterkunft und neuen kulinarischen Genüssen in Oberhof.

 

Rückreise am Donnerstag. Sonne und langsam wärmer!! Rainer machte sich auf seinen Weg Richtung St. Augustin und die restlichen BiB Hamburg und Freunde in Richtung Norden davon. Kurzerhand kleine Planänderung: liegt der Kyffhäuser nicht auf dem Weg? Klar doch: die Kurven sind noch die gleichen wie 2010: Adrenalin pur. Drei mal musste jemand 'runter und wieder 'rauf und grinste noch breiter.

Der Rest des Weges zog sich zeitlich, war aber streckentechnisch, trotz Umleitungen und kleinen Abschweifungen, schön und trocken. Gegen 18 Uhr endlich wieder in Uelzen. Keine weiteren Schäden oder Ausfälle, abgesehen von den z.T. schmerzenden Gesäßmuskeln.

 

Großen Dank an Rainer und Rolf, die sich auch in diesem Jahr wieder an die Tourplanung und Durchführung gemacht hatten! Es war eine rundum gelungene Organisation und tolle Tour!!

 

Zur Sache mit dem Wetter... Steckt da ein Plan dahinter?

- 2010 Harz: Hitze

- 2011 Müritz: Regen und Kälte

- 2012 Weserbergland: anfangs Regen, dann gut

- 2013 Eifel: Hitze

- 2014 Thüringen: Regen und Kälte (aber lange nicht wie 2011!)

Wenn man die Reihe logisch fortsetzt...